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„Die zwei Punkte haben wir!“, stellte
Einheit-Coach Dima Radkevich nach dem Abpfiff erleichtert fest,
um dann erst einmal ganz tief durchzuatmen. Denn bevor der
zweite Heimsieg unter Dach und Fach war, durchlebte der
Weisrusse ein wahres Wechselbad der Gefühle in einem Spiel, das
lange auf des Messers Schneide stand. Am Ende aber setzte sich
Einheit dank des unbändigen Siegeswillen gegen den VfL
Fredenbeck mit 30:27 verdient durch.
Dass das Spiel alles andere als ein
Selbstläufer wird, ahnte Dima schon vor dem Anpfiff. „Fünf
meiner Spieler konnten unter der Woche kaum trainieren, mal
sehen, ob die Kräfte reichen.“ So musste auch Einheit´s bis dato
bester Torschütze Christian Dreibrodt erst einmal auf der Bank
Platz nehmen, der aufgrund eines grippalen Infekts das
Spielgerät beim Aufwärmen zum ersten Mal in dieser Woche in den
Händen gehalten hatte. Auf seiner Position kam deshalb Matthias
Niestroj zum Einsatz, der seine Sache nicht nur dank seiner
sechs Treffer sehr ordentlich machte.
Einheit ging zunächst konzentriert zu Werke, erarbeitete
sich nach leichten Startschwierigkeiten nach acht Minuten eine
erste Führung (Gragert - 4:3). Kurz darauf, Gragert erhöhte in
der 9. Minute per Tempogegenstoß auf 5:3, schien der HCE die
Partie zu in den Griff zu bekommen. Doch anstatt den Vorsprung
auszubauen und so weiter Sicherheit in die eigenen Spielzüge zu
bekommen, agierte Einheit im Angriff plötzlich nervös, vergab
gleich eine ganze Reihe bester Torchancen, u. a. zwei
Strafwürfe.
Die Gäste vom VfL Fredenbeck ließen sich nicht lange
bitten und glichen in der 23. Minute zum 10:10 aus. Der HCE
verlor nun zum Schrecken der gut 400 Fans im BiZ vollends den
Spielfaden. Fredenbecks mit sieben Treffern bester Torschütze,
Pascal Czaplinski, nutzte die immer größeren Löcher im
Deckungsverband des HCE konsequent aus und brachte sein Team in
der 27. Minute erstmals in Front (11:12). Quasi mit dem
Pausenpfiff bestrafte der VfL eine weitere Nachlässigkeit des
HCE und konnte mit einer relativ klaren Führung in die Kabinen
gehen (12:15).
Nach dem Wiederanpfiff brauchte Einheit einige Minuten um
auf Betriebstemperatur zu gelangen, so dass der VfL bis in die
39. Minute hinein die klare Führung behaupten konnte (17:20).
Dann aber schlug die große Stunde von Steffen Grundmann. Nach
der Pause eingewechselt behielt „Effe“ erst vom Siebenmeterpunkt
mehrmals die Nerven, um dann auch aus dem Spiel heraus aus
spitzem Winkel eins ums andere Mal den Gästetorhüter zu
düpieren. Keine drei Minuten später und der HCE war beim 20:20
nach 40wieder zurück im Spiel (40.).
Nun entwickelte sich eine dramatische Schlussphase mit
zwei Teams auf Augenhöhe, von denen sich keines vorzeitig
geschlagen geben wollte. Einheit legte vor, Fredenbeck aber zog
stets nach. Doch am Ende setzte sich der HCE dank besserer
konditioneller Voraussetzungen und des größeren Siegeswillen
durch. In der 53. Minute traf Niestroj zum 25:23. Fredenbeck
versuchte noch einmal alles, ging am Ende sogar zur offenen
Manndeckung über. Doch spätestens mit dem viel umjubelten
Treffer von Grundmann zum 28:25 (58.) war die Entscheidung
zugunsten des HCE gefallen.
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