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Am Mittwochabend steht für Verantwortliche,
Spieler und Fans des HC Einheit Halle wohl das Highlight des
Jahres auf dem Programm, erwartet der Drittligist in der zweiten
DHB-Pokalrunde doch keinen Geringeren als den amtierenden
EHF-Cupsieger HSG Nordhorn.
Obgleich die Rollen klar verteilt sein
dürften, Einheit Halle geht am Mittwochabend als krasser
Außenseiter ins Spiel, ist die Vorfreude beim Regionalligisten
laut Mannschaftskapitän Michael Kühnel so groß wie nie zuvor.
„Die Mannschaft freut sich riesig auf dieses Highlight.“
Auch die Fans des HC Einheit fiebern dem
Spiel des Jahres entgegen. Im Vorverkauf gingen bereits zwei
Drittel des verfügbaren Kartenkontigents über den Tisch, die
frei verfügbaren V.I.P-Tickets waren bereits am ersten Tag
ausverkauft. Die Sporthalle am Bildungszentrum, am Mittwoch ab
20.00 Uhr Schauplatz des Pokalfights, dürfte folglich aus allen
Nähten platzen und einen würdigen Rahmen für das Spiel des
Underdogs HC Einheit Halle gegen den klaren Favoriten HSG
Nordhorn bieten.
Obgleich auch die Saison für die HSG Nordhorn
erst wenige Spieltage alt ist, liegen schon bewegte Wochen
hinter dem amtierenden EHF-Cupsieger. Eine Etatlücke von
mindestens 500.000 Euro für die laufende Saison, offene Gehälter
und Ermittlungen der Steuerbehörden prägten die Schlagzeilen.
Noch vor nur etwa zwei Wochen sah die Zukunft in Nordhorn düster
aus, manch einer in Halle bangte schon um das Pokalspiel.
Von drohenden Spielerverkäufen bis hin zum
angeblich drohenden Lizenzverlust war zu lesen – letztlich
konnte die HSG aber Entwarnung geben. Die Wirtschaftsregion
Lingen und einige weitere namhafte Wirtschaftsunternehmen, so
zum Beispiel der französische Gaskonzern „Gaz de France",
springen ein, wollen etwa die Hälfte der
Bruttogehälter übernehmen. Zudem engagieren sich auch die
Städte Nordhorn und Lingen selbst, sie werden weitere 60.000
bzw. 80.000 Euro zum Etat beisteuern. Deshalb soll nun auch
kurzfristig der Vereinsname in HSG Nordhorn-Lingen umgetauft
werden. „Mit dem Konzept soll gewährleistet werden, den
Profihandball auf hohem Niveau in der Region zu sichern“,
erklärte der HSG-Vorsitzende Thomas Kolde in einer
Pressemitteilung Anfang letzter Woche.
Das Team um Nationalspieler Holger Glandorf
zeigte sich von den Querelen rund um ihren Verein erstaunlich
unbeeindruckt. Das Team von HSG-Coach Ola Lindgren gewann von
den bisherigen fünf Bundesligaspielen vier, nur beim VfL
Gummersbach kassierte man eine knappe 30:32-Niederlage. Derzeit
belegt Nordhorn in der Tabelle den 5.Platz, der in der
Endabrechnung erneut für das internationale Geschäft reichen
würde.
Am letzten Wochenende
war die HSG als EHF-Cupsieger erstmals in der Champions Trophy
gefordert, musste dort aber gleich zwei Niederlagen wegstecken.
Zunächst verlor die HSG im Halbfinale gegen Gastgeber KC
Veszprém klar mit 30:39 und musste auch im kleinen Finale gegen
den THW Kiel mit 31:36 den Kürzeren ziehen. Letzterem Duell
maßen beide Trainer aber offenbar kaum Gewicht bei, denn sie
ließen zentrale Figuren lange auf der Bank. So verzichtete Ola
Lindgren zunächst auf Holger Glandorf, schonte seinen Star fast
durchgehend für die kommenden Aufgaben.

Holger Glandorf will auch am in Halle Mittwoch jubeln
Nun liegt der Fokus der HSG wieder auf dem
nationalen Spielgeschehen und hier will sich Nordhorn gegen
Einheit in der 2. Pokalrunde natürlich keinen Ausrutscher
leisten. Beim HC Einheit Halle dagegen geht man nach dem
Punktspielerfolg über den VfL Fredenbeck (30:27) entspannt in
das Spiel und ist sich der eigenen Außenseiterrolle bewusst.
„Wir wollen versuchen, Nordhorn etwas zu ärgern“, so Kühnel, um
jedoch gleich anzumerken: „Wichtig ist, dass die Mannschaft an
diesem Abend Spaß auf dem Handballfeld hat!“.
Gänzlich unvorbereitet geht der HCE jedoch nicht in das Duell
gegen den schier übermächtigen Gegner. Nach Sauna und
Krafttraining am Montagabend, steht in der Mannschaftssitzung am
nächsten Tag die Einstimmung auf den Gegner auf dem Programm.
„Am Dienstag werden wir uns ein Video von Nordhorn anschauen und
danach sicher etwas im taktischen Bereich arbeiten“, so Kühnel
weiter.
Die Marschroute, wie gegen die HSG das Spiel so
lange wie möglich offen gehalten werden soll, ist aber schon
abgesteckt. „Das Nordhorn uns athletisch, technisch und
spieltaktisch überlegen ist, daran besteht sicher kein Zweifel.
Das bedeutet für uns, wir müssen diszipliniert und geduldig
spielen“, so Kühnel.
Die
Abendkasse öffnet um 18.30 Uhr. Dort können unter Nennung der
versandten Bestellnummer vorbestellte Tickets abgeholt und
Restkarten zum Preis von 8 Euro (Erwachsene) bzw. 5 Euro
(ermäßigt) erworben werden!
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