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Die
Initiative zur Anerkennung des durch die Handballverbände
Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen gegründeten
Mitteldeutschen Handballverbandes e. V. (MHV) ist vorerst
gescheitert. Auf dem Bundestag des Deutschen Handballbundes am
letzten Samstag in Hamburg fand der Antrag der drei
Landesverbände zur Anerkennung ihres Regionalverbandes keine
Mehrheit. Lediglich 29 Delegierte stimmten für den Antrag, die
erforderliche Stimmenzahl von 74 Delegierten wurde somit
deutlich verfehlt.
Weil auch
ein Antrag des Niedersächsischen Landesverbandes auf Abschaffung
aller Regionalverbände knapp durchfiel, bleibt auf Ebene der
Regionalverbände vorerst alles beim Alten. Die Gründung des MHV
geht auf eine Initiative des HC Einheit Halle zurück, der im
letzten Jahr eine Vereinskonferenz in Halle organisierte.
Dennoch ist die Initiative des HCE nicht gänzlich verpufft, gab
sie doch den letzten Anstoß zur Neustrukturierung der
Handballamateurligen.
So wird
ab der Saison 2010/2011 auch im Handball eine dritte Liga
eingeführt. Wer jedoch nun Vergleiche zum Fußball ziehen will,
dem sei gesagt, dass die neue dritte Liga keine Profiliga sein
wird und zudem auch aus vier Staffeln bestehen wird. Die
Qualifikation zur neuen dritten Liga wird im nächsten Spieljahr
ausgetragen. Damit einher geht die Reduzierung der Auf- und
Absteiger zur bzw. von der weiterhin zweigleisigen 2. Bundesliga
von derzeit fünf auf dann nur noch vier.
Unterhalb
dieser dritten Liga, deren Bezeichnung noch nicht feststeht,
wird es eine aus zwölf Staffeln bestehende vierte Liga geben,
die dann voraussichtlich als Regionalliga geführt wird. Der MHV
wird in dieses System integriert und soll eine dieser Staffeln
mit seinen Mannschaften füllen. Damit hat der DHB dem Wunsch der
vom HC Einheit Halle versammelten Handballvereine
Mitteldeutschlands zur Reduzierung der Fahrtkosten Rechnung
getragen.
Diese Strukturveränderungen umfassen zunächst noch nicht den
Jugendbereich, die Arbeitsgruppe Spielstruktur im DHB wird aber
gemeinsam mit dem Jugendausschuss ein Modell der Deutschen
Jugendmeisterschaft erarbeiten, dass die Besonderheiten
Mitteldeutschlands berücksichtigten soll. |