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Derbysiege schmecken süß. Weil der Erfolg
über die HG 85 Köthen am letzten Samstag deutlicher ausfiel als
allgemein erwartet, war der Nachgeschmack des Sieges noch lange
spürbar. Auch im Mannschaftstraining gab der Erfolg noch einmal
eine Extraportion Motivation. „Der Sieg gegen Köthen wird das
Team sicher ein Stück weit puschen“, meint Co-Trainer Michael
Kühnel. Er kann dem Erfolg noch weitere positive Aspekte
abgewinnen. „Mit jedem gewonnenen Spiel wächst das
Selbstbewusstsein. Wir haben ohne unseren Haupttorschützen der
letzten Saison einen sicheren Sieg eingefahren. Da wächst in den
Köpfen der Spieler das Bewusstsein, dass wir als Mannschaft in
der Lage sind, Ausfälle zu kompensieren“, so Kühnel.
So ist es nur folgerichtig, dass Kühnel für
das am Samstag anstehende Auswärtsspiel beim Aufsteiger TV Jahn
Duderstadt nur ein Ziel kennt. „Die Zielstellung ist ganz klar,
wir wollen den nächsten Auswärtssieg landen.“ Wie das taktisch
umgesetzt werden soll, wollte Kühnel allerdings nicht verraten.
„Fest steht, dass Duderstadt einen anderen Handball als Köthen
spielt, aber darauf wird uns Dima rechtzeitig einstellen.“
Während Einheit also optimistisch
vorausblicken kann, ist Gegner TV Jahn Duderstadt etwas ins
Straucheln geraten. Nach der klaren Heimpleite gegen den HC
Aschersleben (24:33) und dem Remis daheim gegen die TG Münden
(30:30), verlor Duderstadt am letzten Samstag auch beim
Aufsteiger HSG Nordhorn 2 mit 32:37. Duderstadt rutschte nach
drei Siegen zum Auftakt ab und belegt nun mit 7:5 Punkten den
siebten Tabellenplatz. Jahn-Coach Stephan Albrecht setzt deshalb
nun alle Hoffnungen auf eine Trendwende ins Spiel gegen den HCE.
„Wichtig
ist, dass wir gegen Halle wieder die Kurve kriegen.“
Der TV Jahn kehrte in dieser Saison nach
zweijähriger Abstinenz in die Regionalliga zurück, nachdem in
letzten Jahr in souveräner Manier der Wiederaufstieg glückte.
Für die dritthöchste Spielklasse wurde der Kader nur punktuell
ergänzt. Aus Litauen wurde Kreisspieler Nerijus Kesilis
verpflichtet, der sich prächtig einfügte und mit 36 Treffern
sofort zum Toptorschützen seines Teams avancierte. Für die
Rechtsaußenposition wurde der erst 19-jährige Christian Maaß ins
Münsterland gelockt. Im Übrigen setzt Albrecht aber auf den
Aufstiegskader, der in den ersten Spielen seine
Regionalligatauglichkeit bereits bewiesen hat.
Dies will der TV Jahn am Samstag auch
gegen Einheit beweisen und setzt auch auf die Statistik, denn
sowohl 2003 (25:26), als auch 2005 (27:30) kehrte der HCE stets
mit leeren Händen zurück. Vielleicht gelingt den Saalestädtern
aber nun im dritten Anlauf der erhoffte Auswärtssieg. Verzichten
muss Einheit weiterhin auf Christian Dreibrodt, ansonsten hat
Coach Dima Radkevich alle Mann an Bord.
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