VORBERICHT

HC Einheit Halle – TG Münden
Samstag, 1. November 2008, 19.30 Uhr im BiZ
 
Spitzenspiel am Samstag im BiZ
Einheit empfängt Tabellenzweiten TG Münden
 
von Frank Paulat
 

Lange ist es her, das ein Heimspiel des HC Einheit Halle in der Regionalliga das Attribut Spitzenspiel verdient hat. Doch wenn der HC Einheit Halle, der mit nur zwei Punkten Rückstand zum Spitzenreiter VfL Edewecht auf Tabellenplatz 5 rangiert, auf den Tabellenzweiten TG Münden trifft, steht den halleschen Handballfans genau ein solches ins Haus. Mit einem Sieg über die TG könnte Einheit die Niedersachsen in der Tabelle überflügeln und sich so selbst zum Verfolger des VfL Edewecht aufschwingen.

Für Teamkapitän Michael Kühnel ist das Spiel gegen Münden dennoch ein Spiel wie jedes andere. „Natürlich schauen wir alle auf die Tabelle und was wir da sehen, ist schon nicht schlecht. Aber das ist eine Momentaufnahme. Damit es am Ende der Saison immer noch allen gefällt, dafür muss die Mannschaft konzentriert weiterarbeiten.“

Dennoch dürfte für die nötige Motivation auf Seiten der Hausherren gesorgt sein, ohne dass es einer gesonderten Ansprache von Einheit-Coach Dima Radkevich bedarf. Zudem wird Einheit alles daran setzen, die bis dato blütenweiße Heimweste mit drei Siegen aus drei Spielen zu verteidigen. Doch das Spiel gegen die Niedersachsen dürfte alles andere als ein Spaziergang werden.

Denn Einheit trifft vor allem auf das wohl derzeit beste Torwartduo der Liga. Mit dem Ex-Magdeburger Christian Gumula und dem Litauer Virginijus Pertrauskas, der mit dem inzwischen insolventen HSC Landwehrhagen schon in der 2. Bundesliga spielte, verfügt Münden über ein erfahrenes und sich stets ideal ergänzendes Gespann. Zieht man die Spielberichte der bisherigen Saison zu Rate, hatten entweder Gumula oder Pertrauskas an den Erfolgen stets maßgeblichen Anteil. Zuletzt war es Pertrauskas im Spiel der TG gegen die HSG Nordhorn II, der mit seinen Paraden in der zweiten Halbzeit, den Weg zum 7. Saisonsieg der Niedersachsen fast im Alleingang ebnete.

Doch nicht nur im Tor ist Münden hochklassig besetzt, auch der übrige Kader der TG genügt höchsten Regionalligaansprüchen. So ist vor allem die Angriffsreihe der Mündener glänzend besetzt. Allen voran spielt Andrej  Doktorovych auf der halblinken Angriffsposition eine ganz starke Saison. Er traf bereits 47 mal ins Schwarze und damit einmal mehr als Christian Grambow. Der 20-jährige Grambow entspringt wie Gumula der Magdeburger Handballschule und wechselte gemeinsam mit ihm direkt von der A-Jugend des SC Magdeburg, mit der beide 2006 Deutscher Meister wurden, nach Münden.

Das Münden allerdings nicht unschlagbar ist, bewies vor zwei Wochen Aufsteiger Aschersleben. Die „Alligatoren“ brachten der TG beim 34:35 die bislang einzige Saisonniederlage bei. Hieran will Einheit am Samstag anknüpfen und setzt dabei auf eine eingespielte Formation. „Momentan plagen sich einige Spieler mit Erkältungen rum oder haben die eine oder andere kleine Blessur. Nach heutigem Stand wird aber am Samstag dieselbe Mannschaft wie beim Auswärtssieg gegen Duderstadt auf dem Parket stehen“, so Kühnel.
29.10.2008