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Lange ist
es her, das ein Heimspiel des HC Einheit Halle in der
Regionalliga das Attribut Spitzenspiel verdient hat. Doch wenn
der HC Einheit Halle, der mit nur zwei Punkten Rückstand zum
Spitzenreiter VfL Edewecht auf Tabellenplatz 5 rangiert, auf den
Tabellenzweiten TG Münden trifft, steht den halleschen
Handballfans genau ein solches ins Haus. Mit einem Sieg über die
TG könnte Einheit die Niedersachsen in der Tabelle überflügeln
und sich so selbst zum Verfolger des VfL Edewecht aufschwingen.
Für
Teamkapitän Michael Kühnel ist das Spiel gegen Münden dennoch
ein Spiel wie jedes andere. „Natürlich schauen wir alle auf die
Tabelle und was wir da sehen, ist schon nicht schlecht. Aber das
ist eine Momentaufnahme. Damit es am Ende der Saison immer noch
allen gefällt, dafür muss die Mannschaft konzentriert
weiterarbeiten.“
Dennoch
dürfte für die nötige Motivation auf Seiten der Hausherren
gesorgt sein, ohne dass es einer gesonderten Ansprache von
Einheit-Coach Dima Radkevich bedarf. Zudem wird Einheit alles
daran setzen, die bis dato blütenweiße Heimweste mit drei Siegen
aus drei Spielen zu verteidigen. Doch das Spiel gegen die
Niedersachsen dürfte alles andere als ein Spaziergang werden.
Denn
Einheit trifft vor allem auf das wohl derzeit beste Torwartduo
der Liga. Mit dem Ex-Magdeburger Christian Gumula und dem
Litauer Virginijus Pertrauskas, der mit dem inzwischen
insolventen HSC Landwehrhagen schon in der 2. Bundesliga
spielte, verfügt Münden über ein erfahrenes und sich stets ideal
ergänzendes Gespann. Zieht man die Spielberichte der bisherigen
Saison zu Rate, hatten entweder Gumula oder Pertrauskas an den
Erfolgen stets maßgeblichen Anteil. Zuletzt war es Pertrauskas
im Spiel der TG gegen die HSG Nordhorn II, der mit seinen
Paraden in der zweiten Halbzeit, den Weg zum 7. Saisonsieg der
Niedersachsen fast im Alleingang ebnete.
Doch
nicht nur im Tor ist Münden hochklassig besetzt, auch der übrige
Kader der TG genügt höchsten Regionalligaansprüchen. So ist vor
allem die Angriffsreihe der Mündener glänzend besetzt. Allen
voran spielt Andrej
Doktorovych auf der
halblinken Angriffsposition eine ganz starke Saison. Er traf
bereits 47 mal ins Schwarze und damit einmal mehr als Christian Grambow. Der 20-jährige
Grambow entspringt wie Gumula der Magdeburger Handballschule und
wechselte gemeinsam mit ihm direkt von der A-Jugend des SC
Magdeburg, mit der beide 2006 Deutscher Meister wurden, nach
Münden.
Das Münden allerdings nicht unschlagbar ist, bewies vor zwei
Wochen Aufsteiger Aschersleben. Die „Alligatoren“ brachten der
TG beim 34:35 die bislang einzige Saisonniederlage bei. Hieran
will Einheit am Samstag anknüpfen und setzt dabei auf eine
eingespielte Formation. „Momentan plagen sich einige Spieler mit
Erkältungen rum oder haben die eine oder andere kleine Blessur.
Nach heutigem Stand wird aber am Samstag dieselbe Mannschaft wie
beim Auswärtssieg gegen Duderstadt auf dem Parket stehen“, so
Kühnel. |