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Am nächsten Samstag kann der HC Einheit Halle nach dem
Auswärtserfolg in Glinde den bereits vierten Auswärtssieg
einfahren, obgleich das Team im Derby gegen die HSG Wolfen
Heimrecht genießt. Denn ausnahmsweise empfängt der HCE seine
Gäste nicht in der angestammten Sporthalle am Bildungszentrum.
Unter dem Motto „Neustadt spielt Handball“
präsentieren der SV Union Halle-Neustadt und der HC Einheit
Halle in der Universitätssporthalle in der Selkestraße Handball
vom Feinsten. Um 17.30 Uhr spielen zunächst die Männer gegen
Wolfen auf, ehe dann ab 19.30 Uhr die Frauen des SV Union den
SVG Celle erwarten.
Während die „Wildcats“ mit einem Erfolg den Anschluss an die
Playoffplätze wiederherstellen wollen, könnte Einheit mit einem
Sieg im Landesderby wieder Tuchfühlung zur Tabellenspitze
aufnehmen. Der Abstand zum Tabellenführer TG Münden beträgt
weiterhin nur drei Punkte, vom 2. Tabellenplatz trennt den HCE
sogar nur ein mageres Pünktchen. Die Chance ist also groß, mit
einem Erfolg gegen die „Wölfe“ weiter Boden gut zu machen.
Doch Vorsicht ist geboten. Auch wenn Einheit als Favorit ins
Spiel geht, ein Selbstläufer wird die Partie gegen den
Tabellenzwölften auf keinen Fall. Denn wenngleich Wolfen eher
mäßig in die Saison gestartet ist, zeigt das Team in den letzten
Wochen ansteigende Form und konnte am letzten Samstag beim ATSV
Habenhausen sogar den ersten Auswärtssieg einfahren.
Der fiel zwar mit 30:29 denkbar knapp aus, doch war der Erfolg
für die Moral der Mannschaft eminent wichtig. „Mit dem Erfolg im
Rücken spielt es sich doch nächste Woche ganz anders.“, freut
sich deshalb Wolfens Kapitän Stephan Blechschmidt auf das Derby
in Halle.
Auf einen der Wölfe wird am Samstag besonders zu achten sein.
Eric Sindermann, mittlerweile fest von Bernburg zur HSG
gewechselt, nachdem er anfangs nur leihweise bei der HSG
spielte, ist der Toptorschütze der Liga. Bereits 87 seiner Würfe
trafen bislang ins Schwarze, in Habenhausen traf er elfmal.
Auf Seiten des HCE stehen Trainer Dima Radkevich bis auf die
verletzten Dreibrodt und Steinbach voraussichtlich alle Akteure
zur Verfügung. Steinbach hofft darauf, bereits am nächsten
Wochenende wieder mitwirken zu können, während der Zeitpunkt der
Rückkehr von Dreibrodt leider noch immer offen ist.
Auch wenn Einheit nicht in gewohnter Heimumgebung auflaufen
kann, sondern auf fremdes Terrain ausweichen muss, heißt das
klare Ziel Doppelpunktgewinn. „Mit Blick auf die Tabelle wird
klar, wie eng die ersten 10 Mannschaften zusammen stehen“,
erläutert Mannschaftskapitän Michael Kühnel. „Jeder Punktverlust
kann also sofort ein paar Plätze in der Tabelle kosten. Für uns
zählt daher am Samstag nur ein Sieg.“ |