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Einheit will den Gipfel stürmen – unter diesem
Motto könnte man das Spiel der Regionalligahandballer des HC
Einheit Halle am kommenden Freitagabend gegen den SV Oebisfelde
stellen. Denn mit einem
erneuten
Sieg in der Sporthalle am Bildungszentrum winkt dem HCE -
zumindest für eine Nacht - der
Platz an der Sonne.
Dort stand Einheit in der gesamten Vereinshistorie
noch nie, doch dank der beispiellosen Auswärtssiegesserie, die
letzten vier Spiele auf fremdem Platz konnte der HCE allesamt zu
seinen Gunsten entscheiden, setzt das Team von Trainer Dima
Radkevich nun endgültig zum
Höhenflug an.
Zuletzt gewannen die Hallenser erstmals beim VfL
Hameln und haben sich damit eine glänzende Ausgangsposition für
die noch ausstehenden Spiele der Hinrunde erarbeitet. Hier
warten auf den HCE nun zwei vermeintlich lösbare Aufgaben. Vor
dem Derby beim Tabellenletzten aus Staßfurt wird der
Tabellenvorletzte aus dem nördlichen Sachsen-Anhalt seine
Visitenkarte im BiZ abgeben.
Doch für
all dies ist laut Co-Trainer Michael Kühnel in den Köpfen der
Spieler kein Platz. „Natürlich haben wir alle die Tabelle im
Blick, aber daran denkt keiner von uns.“ Kühnel weist vielmehr
auf die schlechte Bilanz des HCE gegen den SV Oebisfelde hin:
„Beim Derby am Freitag haben wir etwas gut zu machen. Die
letzten vier Spiele haben wir verloren, diese Serie wollen wir
unbedingt unterbrechen.“
Oebisfelde, Achter des Vorjahres, hat einen
turbulenten Saisonauftakt hinter sich. Zunächst musste der SV
vor der Saison einen enormen personellen Aderlass verkraften.
Gemeinsam mit Ex-Trainer Enrico
Nefe wechselten gleich drei Spieler
zur HG 85 Köthen und hinterließen damit eine für den SV nur
schwer zu schließende Lücke. Die war so groß, dass Neutrainer
Marco Hollstein schon nach dem
sechsten Spieltag das Handtuch werfen musste.
Bis dahin
hatte Oebisfelde alle Spiele verloren, eine Bilanz die sich auch
unter seinem Nachfolger Tobias Meinel nur mäßig besserte. Ganze
drei Punkte stehen bis dato auf der Habenseite, doch die letzten
beiden Ergebnisse lassen aufhorchen. Gegen die Spitzenteams aus
Aschersleben (28:29) und Edewecht (26:27) verlor der SV nur
denkbar knapp und wies trotz der Niederlagen stark ansteigende
Form nach.
Einheit ist folglich gewarnt. „Keiner wird den Fehler machen,
Oebisfelde zu unterschätzen“, versichert Kühnel. „Der SV hat am
letzten Spieltag nur unglücklich gegen den Tabellenführer
verloren, das heißt, so schlecht wie ihr momentane
Tabellenplatz, können sie nicht sein“, so Kühnel. Personell ist
bis auf Christian Dreibrodt alles an Bord. Der Linkshänder hat
zwar mittlerweile wieder mit Lauf- und Krafttraining begonnen,
wann er sein Comeback im Trikot des HCE geben kann, hängt aber
vom weiteren Heilungsverlauf ab. |