VORBERICHT

HC Einheit Halle – SV Oebisfelde
Freitag, 28. November 2008, 20.00 Uhr, BiZ
 
Einheit setzt zum Gipfelsturm an
HCE vor zwei vermeintlich einfachen Aufgaben
 
von Frank Paulat
 

Einheit will den Gipfel stürmen – unter diesem Motto könnte man das Spiel der Regionalligahandballer des HC Einheit Halle am kommenden Freitagabend gegen den SV Oebisfelde stellen. Denn mit einem  erneuten Sieg in der Sporthalle am Bildungszentrum winkt dem HCE -  zumindest für eine Nacht - der Platz an der Sonne.

Dort stand Einheit in der gesamten Vereinshistorie noch nie, doch dank der beispiellosen Auswärtssiegesserie, die letzten vier Spiele auf fremdem Platz konnte der HCE allesamt zu seinen Gunsten entscheiden, setzt das Team von Trainer Dima Radkevich nun endgültig zum Höhenflug an.

Zuletzt gewannen die Hallenser erstmals beim VfL Hameln und haben sich damit eine glänzende Ausgangsposition für die noch ausstehenden Spiele der Hinrunde erarbeitet. Hier warten auf den HCE nun zwei vermeintlich lösbare Aufgaben. Vor dem Derby beim Tabellenletzten aus Staßfurt wird der Tabellenvorletzte aus dem nördlichen Sachsen-Anhalt seine Visitenkarte im BiZ abgeben.

Doch für all dies ist laut Co-Trainer Michael Kühnel in den Köpfen der Spieler kein Platz. „Natürlich haben wir alle die Tabelle im Blick, aber daran denkt keiner von uns.“ Kühnel weist vielmehr auf die schlechte Bilanz des HCE gegen den SV Oebisfelde hin: „Beim Derby am Freitag haben wir etwas gut zu machen. Die letzten vier Spiele haben wir verloren, diese Serie wollen wir unbedingt unterbrechen.“

Oebisfelde, Achter des Vorjahres, hat einen turbulenten Saisonauftakt hinter sich. Zunächst musste der SV vor der Saison einen enormen personellen Aderlass verkraften.  Gemeinsam mit Ex-Trainer Enrico Nefe wechselten gleich drei Spieler zur HG 85 Köthen und hinterließen damit eine für den SV nur schwer zu schließende Lücke. Die war so groß, dass Neutrainer Marco Hollstein schon nach dem sechsten Spieltag das Handtuch werfen musste.

Bis dahin hatte Oebisfelde alle Spiele verloren, eine Bilanz die sich auch unter seinem Nachfolger Tobias Meinel nur mäßig besserte. Ganze drei Punkte stehen bis dato auf der Habenseite, doch die letzten beiden Ergebnisse lassen aufhorchen. Gegen die Spitzenteams aus Aschersleben (28:29) und Edewecht (26:27) verlor der SV nur denkbar knapp und wies trotz der Niederlagen stark ansteigende Form nach.

Einheit ist folglich gewarnt. „Keiner wird den Fehler machen, Oebisfelde zu unterschätzen“, versichert Kühnel. „Der SV hat am letzten Spieltag nur unglücklich gegen den Tabellenführer verloren, das heißt, so schlecht wie ihr momentane Tabellenplatz, können sie nicht sein“, so Kühnel. Personell ist bis auf Christian Dreibrodt alles an Bord. Der Linkshänder hat zwar mittlerweile wieder mit Lauf- und Krafttraining begonnen, wann er sein Comeback im Trikot des HCE geben kann, hängt aber vom weiteren Heilungsverlauf ab.
26.11.2008