VORBERICHT

SV Concordia Staßfurt - HC Einheit Halle
Freitag, 5. Dezember 2008, 19.30 Uhr
 
Einheit zu Gast beim Schlusslicht
HCE tritt gegen Ex-Trainer Linkohr an
 
von Frank Paulat
 

Nach dem knapp verpassten Gipfelsturm in letzten Spieltag hat der HC Einheit Halle am Freitagabend die große Chance beim Schlusslicht verlorenen Boden gegenüber dem Tabellenführer Edewecht gut zu machen. Gegen den SV Concordia Staßfurt, der bislang von zwölf Spielen nur ein einziges gewinnen konnte, ist das Team von Trainer Dima Radkevich klarer Favorit.

Doch um dieser Favoritenrolle gerecht zu werden und den fünften Auswärtserfolg in Serie einfahren zu können, bedarf es einer deutlichen Leistungssteigerung. Beim enttäuschenden Remis gegen Oebisfelde agierte der HCE im Angriff gegen eine offensiv ausgerichtete Abwehr überraschend ideenlos. Hier galt es im Training anzusetzen, denn auch Staßfurt ist für teilweise unorthodoxe Deckungsvarianten bekannt.

So praktiziert am letzten Samstag in Edewecht, wo die Concordia nach schwacher erster Hälfte zu einer 3:3-Deckung überging und dank dieser Ausrichtung das Endergebnis zumindest noch im Rahmen halten konnte (27:35). Zudem dürfte der HCE gewarnt sein, denn der Trainer der Concorden kennt Einheit bestens, saß er doch 2006 selbst auf der Trainerbank des HCE.

Die Rede ist von Rene Linkohr, der im Oktober in Staßfurt die Nachfolge von Rainer Koch antrat. Doch auch ihm gelang es bislang nicht, die Mannschaft aus dem Tabellenkeller zu führen. Die Ursache hierfür liegt laut Linkohr im personellen Bereich. „Mir stehen im Training regelmäßig nur fünf bis sechs Spieler zur Verfügung, denn auch die beiden Spieler von der Zweiten des SCM stoßen immer erst freitags zur Mannschaft. So kann man in der Regionalliga natürlich nicht erfolgreich arbeiten.“

Staßfurt hat noch immer mit einem beispiellosen Aderlass nach der letzten Saison zu kämpfen, als den SV gleich acht Akteure verließen. Unter ihnen Leistungsträger wie der Toptorschütze des letzten Jahres Sebastian Retting (Köthen) oder Spielmacher Maximilian Haase, der ja bekanntlich zur Einheit wechselte und am Freitag an seine alte Wirkungsstätte zurückkehrt.

Zwar konnte der Verein sechs hoffnungsvolle Talente nach Staßfurt holen, den Qualitätsverlust konnten sie aber nicht ausgleichen. Schnelle Abhilfe, angesichts der prekären Tabellensituation wohl von Nöten, ist aber nicht in Aussicht. „Ich hoffe, dass es uns gelingt, in der Winterpause noch den einen oder anderen Spieler zu holen, bis dahin müssen wir aus unseren Möglichkeiten das Beste machen“, so Linkohr weiter.

Auf die Sorgen der Staßfurter kann der HCE am Freitag allerdings keine Rücksicht nehmen, denn mit einem weiteren Punktverlust würde der Abstand zur Tabellenspitze weiter anwachsen. Dies will Einheit aber vor dem am nächsten Wochenende anstehenden Spitzenspiel im BiZ gegen den HC Aschersleben unbedingt vermeiden.
03.12.2008