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Nach dem
knapp verpassten Gipfelsturm in letzten Spieltag hat der HC
Einheit Halle am Freitagabend die große Chance beim Schlusslicht
verlorenen Boden gegenüber dem Tabellenführer Edewecht gut zu
machen. Gegen den SV Concordia Staßfurt, der bislang von zwölf
Spielen nur ein einziges gewinnen konnte, ist das Team von
Trainer Dima Radkevich klarer Favorit.
Doch um
dieser Favoritenrolle gerecht zu werden und den fünften
Auswärtserfolg in Serie einfahren zu können, bedarf es einer
deutlichen Leistungssteigerung. Beim enttäuschenden Remis gegen
Oebisfelde agierte der HCE im Angriff gegen eine offensiv
ausgerichtete Abwehr überraschend ideenlos. Hier galt es im
Training anzusetzen, denn auch Staßfurt ist für teilweise
unorthodoxe Deckungsvarianten bekannt.
So
praktiziert am letzten Samstag in Edewecht, wo die Concordia
nach schwacher erster Hälfte zu einer 3:3-Deckung überging und
dank dieser Ausrichtung das Endergebnis zumindest noch im Rahmen
halten konnte (27:35). Zudem dürfte der HCE gewarnt sein, denn
der Trainer der Concorden kennt Einheit bestens, saß er doch
2006 selbst auf der Trainerbank des HCE.
Die Rede
ist von Rene Linkohr, der im Oktober in Staßfurt die Nachfolge
von Rainer Koch antrat. Doch auch ihm gelang es bislang nicht,
die Mannschaft aus dem Tabellenkeller zu führen. Die Ursache
hierfür liegt laut Linkohr im personellen Bereich. „Mir stehen
im Training regelmäßig nur fünf bis sechs Spieler zur Verfügung,
denn auch die beiden Spieler von der Zweiten des SCM stoßen
immer erst freitags zur Mannschaft. So kann man in der
Regionalliga natürlich nicht erfolgreich arbeiten.“
Staßfurt
hat noch immer mit einem beispiellosen Aderlass nach der letzten
Saison zu kämpfen, als den SV gleich acht Akteure verließen.
Unter ihnen Leistungsträger wie der Toptorschütze des letzten
Jahres Sebastian Retting (Köthen) oder Spielmacher Maximilian
Haase, der ja bekanntlich zur Einheit wechselte und am Freitag
an seine alte Wirkungsstätte zurückkehrt.
Zwar
konnte der Verein sechs hoffnungsvolle Talente nach Staßfurt
holen, den Qualitätsverlust konnten sie aber nicht ausgleichen.
Schnelle Abhilfe, angesichts der prekären Tabellensituation wohl
von Nöten, ist aber nicht in Aussicht. „Ich hoffe, dass es uns
gelingt, in der Winterpause noch den einen oder anderen Spieler
zu holen, bis dahin müssen wir aus unseren Möglichkeiten das
Beste machen“, so Linkohr weiter.
Auf die Sorgen der Staßfurter kann der HCE am Freitag allerdings
keine Rücksicht nehmen, denn mit einem weiteren Punktverlust
würde der Abstand zur Tabellenspitze weiter anwachsen. Dies will
Einheit aber vor dem am nächsten Wochenende anstehenden
Spitzenspiel im BiZ gegen den HC Aschersleben unbedingt
vermeiden. |