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Den halleschen Handballfans steht am kommenden Samstag noch
einmal ein echter Leckerbissen ins Haus. Denn im letzten
Heimspiel des Jahres erwartet der HC Einheit Halle ab 19.30 Uhr
im BiZ den HC Aschersleben, der sich in der Tabelle mittlerweile
auf den zweiten Platz vorgearbeitet hat und sich anschickt, als
Aufsteiger geradewegs in Richtung 2. Bundesliga
durchzumarschieren.
Im Fokus des lang erwarteten Duells beider Mannschaften dürften
am Samstag vor allem die Trainer stehen. Beide Trainer, Dimitri
Fillipov auf Seiten der „Alligatoren“ und Dimitry Radkevich beim
HC Einheit, fungieren als Spielertrainer und werden von ihren
Spieler „Dima“ genannt. Am Samstag treffen beide nun erstmals
aufeinander, um die Frage zu beantworten, wessen Konzept das
bessere, wessen Taktik die ausgefeiltere ist.
Bislang liegen die Vorteile bei Fillipov, der beim Aufsteiger
bislang fast alles richtig gemacht hat. Nach 13 Spieltagen liegt
der HCA punktgleich mit Tabellenführer Edewecht auf dem zweiten
Platz, nur die schwächere Tordifferenz verhinderte bis dato die
Eroberung der Tabellenspitze. In beeindruckender Manier hat
Fillipov den Aufsteiger in Rekordzeit auf Regionalligaformat
getrimmt und so den vor Saisonbeginn als Geheimfavoriten
gehandelten HCA zum ernsthaften Titelanwärter reifen lassen.
Mit Blick auf den ihm zur Verfügung stehenden Kader ist die
Erfolgsgeschichte jedoch kaum überraschend, hat doch ein
Großteil der Mannschaft bereits ausgiebig Zweitliga- und
Regionalligaluft geschnuppert. Über Carsten Commoß (Dessau),
Sascha Gladun (Forchheim), Ferenc Szam (Wittenberg), Benny
Böcker und Ronny Liesche (beide SCM II) bis hin zu Fillipov
(zuletzt Anhalt Bernburg) selbst reicht die illustre Schar.
Ergänzt mit jungen Talenten, u. a. dem von Einheit zum HCA
gewechselten Paul Otto, eilen die Ascherslebener von Erfolg zu
Erfolg. So konnte man die letzten vier Spiele gewinnen, am
letzten Samstag gelang ein eindrucksvoller 36:26-Erfolg in
Hameln. Während also der Aufsteiger vor Selbstbewusstsein
strotzt und leicht favorisiert ins Derby geht, ist der Gastgeber
HC Einheit Halle aus der Erfolgsspur geraten.
Nach tollem Start in die Hinrunde, der den HCE bis auf Platz 4
in der Tabelle brachte, langte es ausgerechnet gegen die beiden
Kellerkinder der Liga Oebisfelde und Staßfurt nur zu einem
mageren Pünktchen. Alles nur eine Frage des Kopfes oder macht
sich nun doch der Ausfall von Christian Dreibrodt im rechten
Rückraum bemerkbar? Eine Frage, die auch Co-Trainer Michael
Kühnel nicht so einfach beantworten kann. „Ich denke schon, dass
es eine Frage des Kopfes ist. Eine wirkliche Erklärung für die
erste Halbzeit in Staßfurt habe ich aber auch nicht!“
Mehr hierzu im Kurzinterview mit
dem Co-Trainer!
Sicherlich liegt die Antwort irgendwo in der Mitte. Eines
allerdings steht fest - Einheit wird versuchen, auf alle Fragen
am Samstagabend die passende Antwort auf dem Handballparkett zu
geben. Dann erneut ohne Dreibrodt – aber bestimmt mit unbändigem
Willen, beide Punkte in Halle zu behalten. |