VORBERICHT

HSG Nordhorn II - HC Einheit Halle
Samstag, 10. Januar 2009, 19.30 Uhr, Kreissporthalle Euregium
 
Einheit schnuppert Erstligaluft
HCE beim Nachwuchs der HSG Nordhorn-Lingen gefordert
 
von Frank Paulat
 

Wo sonst die Nationalspieler Holger Glandorf und Nikolas Katsigiannis ihre Bahnen ziehen ist am kommenden Samstag der HC Einheit Halle gefordert. In der Kreissporthalle Euregium in Nordhorn, sonst Schauplatz der Bundesligaduelle der HSG Nordhorn-Lingen gegen den THW Kiel oder den SC Magdeburg bestreitet der HCE nach der Weihnachtspause das erste Punktspiel des neuen Jahres.

Doch nicht etwa die Revanche für die DHB-Pokalniederlage im September 2008 gegen den Bundesligisten steht auf dem Programm, sondern der Tabellennachbar in der Regionalliga Nord, die zweite Mannschaft der HSG wartet auf den HCE. Nordhorns Nachwuchs rangiert dank des besseren Torverhältnisses vor Einheit auf dem sechsten Platz und dürfte vor allem aufgrund ihrer Heimstärke (11:1 Punkte) ein echter Prüfstein für das Team von Spielertrainer Dima Radkevich werden.

Zudem setzte die HSG II im Gegensatz zum HCE, der sich mit einer vermeidbaren Heimpleite gegen den HC Aschersleben in die Pause verabschiedete, zum Jahresende mit dem Auswärtserfolg beim damaligen Tabellenführer VfL Edewecht noch einmal ein dickes Achtungszeichen (33:29). Doch nicht nur aufgrund der letzten Ergebnisse sieht Radkevich Nordhorn im Vorteil. „Die haben bestimmt viel trainieren können, während wir wegen der in den Ferien geschlossenen Schulsporthallen und des Fußballturniers im BiZ erst am Dienstag wieder einsteigen konnten.“

Der so etwas unfreiwillig langen Pause kann der Weißrusse aber auch Positives abgewinnen. „Ich glaube, dass einige Spieler zum Jahresende etwas satt waren und dringend eine Ruhezeit brauchten. Das haben die doch enttäuschenden Ergebnisse der letzten Spiele gezeigt. Jetzt sind alle wieder hungrig auf Handball.“

Für einen seiner Spieler dauert die Pause allerdings noch etwas länger. Der an Borreliose erkrankte Christian Dreibrodt konnte über den Jahreswechsel allerdings schon einige Laufeinheiten absolvieren. „Christians Therapie schlägt bislang gut an, sein Heilungsverlauf stimmt uns alle hoffnungsvoll“, berichtet Geschäftsführer Michael Schmidt. „Wenn es so weitergeht, kann er Ende Januar wieder ins Mannschaftstraining einsteigen.“

Bis auf den Langzeitverletzten konnte Radkevich zur ersten Trainingseinheit aber alle Spieler gesund und munter begrüßen. Er hofft nun darauf, dass alle die 400 km lange Reise nach Nordhorn antreten können. Bis dahin stehen aber noch einige schweißtreibende Trainingseinheiten auf dem Programm, damit neue Jahr mit dem letzten Hinrundenspiel nicht so negativ beginnt, wie das letzte endete.
07.01.2009