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Wo sonst die Nationalspieler Holger Glandorf und Nikolas
Katsigiannis ihre Bahnen ziehen ist am kommenden Samstag der HC
Einheit Halle gefordert. In der Kreissporthalle Euregium in
Nordhorn, sonst Schauplatz der Bundesligaduelle der HSG
Nordhorn-Lingen gegen den THW Kiel oder den SC Magdeburg
bestreitet der HCE nach der Weihnachtspause das erste Punktspiel
des neuen Jahres.
Doch nicht etwa die Revanche für die DHB-Pokalniederlage im
September 2008 gegen den Bundesligisten steht auf dem Programm,
sondern der Tabellennachbar in der Regionalliga Nord, die zweite
Mannschaft der HSG wartet auf den HCE. Nordhorns Nachwuchs
rangiert dank des besseren Torverhältnisses vor Einheit auf dem
sechsten Platz und dürfte vor allem aufgrund ihrer Heimstärke
(11:1 Punkte) ein echter Prüfstein für das Team von
Spielertrainer Dima Radkevich werden.
Zudem setzte die HSG II im Gegensatz zum HCE, der sich mit einer
vermeidbaren Heimpleite gegen den HC Aschersleben in die Pause
verabschiedete, zum Jahresende mit dem Auswärtserfolg beim
damaligen Tabellenführer VfL Edewecht noch einmal ein dickes
Achtungszeichen (33:29). Doch nicht nur aufgrund der letzten
Ergebnisse sieht Radkevich Nordhorn im Vorteil. „Die haben
bestimmt viel trainieren können, während wir wegen der in den
Ferien geschlossenen Schulsporthallen und des Fußballturniers im
BiZ erst am Dienstag wieder einsteigen konnten.“
Der so etwas unfreiwillig langen Pause kann der Weißrusse aber
auch Positives abgewinnen. „Ich glaube, dass einige Spieler zum
Jahresende etwas satt waren und dringend eine Ruhezeit
brauchten. Das haben die doch enttäuschenden Ergebnisse der
letzten Spiele gezeigt. Jetzt sind alle wieder hungrig auf
Handball.“
Für einen seiner Spieler dauert die Pause allerdings noch etwas
länger. Der an Borreliose erkrankte Christian Dreibrodt konnte
über den Jahreswechsel allerdings schon einige Laufeinheiten
absolvieren. „Christians Therapie schlägt bislang gut an, sein
Heilungsverlauf stimmt uns alle hoffnungsvoll“, berichtet
Geschäftsführer Michael Schmidt. „Wenn es so weitergeht, kann er
Ende Januar wieder ins Mannschaftstraining einsteigen.“
Bis auf den Langzeitverletzten konnte Radkevich zur ersten
Trainingseinheit aber alle Spieler gesund und munter begrüßen.
Er hofft nun darauf, dass alle die 400 km lange Reise nach
Nordhorn antreten können. Bis dahin stehen aber noch einige
schweißtreibende Trainingseinheiten auf dem Programm, damit neue
Jahr mit dem letzten Hinrundenspiel nicht so negativ beginnt,
wie das letzte endete. |