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Es ist erst wenige Wochen her, da standen
sich der HC Einheit Halle und die HG 85 Köthen zum ewig jungen
Derbyklassiker in der Sporthalle am Bildungszentrum gegenüber.
Am 18.10.2008 schlug der HCE die Bachstädter mit 30:25 und
erkämpfte sich damit zwei wichtige Punkte in der Regionalliga.
Wenn beide Mannschaften am kommenden Freitag
ab 20.00 Uhr im BiZ erneut aufeinander treffen, geht es
ausnahmsweise mal nicht um die bessere Tabellenposition. Denn
dann wird die Frage beantwortet, wer von beiden Teams ins
Pokalfinale am 7. März in der Dessauer Anhalt-Arena einzieht und
sich damit weiter Hoffnungen auf das große Los im DHB-Pokal
machen kann. Denn wie schon im Vorjahr machen die
Regionalligisten einen der beiden Startplätze für den DHB-Pokal
unter sich aus, während die Ober- und Verbandsligisten in einem
separaten K.O.-System über sechs Runden den zweiten Starter
ermitteln.
Während Einheit mit 3:1 Punkten gut in die
Rückrunde gestartet ist und mit dem Punktgewinn gegen die HSG
Barnstorf/Diepholz am letzten Samstag Selbstvertrauen für den
Pokalfight tanken konnte, fällt die Bilanz der Köthener
durchwachsen aus. Nach einem klaren Auftaktsieg gegen Wolfen
(29:18) verlor die HG 85 überraschend beim Abstiegskandidaten
Hameln mit 27:30 und verpasste damit in der Regionalliga erneut
den Sprung aus dem Mittelfeld.
Einmal mehr untermauerten damit die Köthener
ihre eklatante Auswärtsschwäche in dieser Saison, nur einen Sieg
konnte das Team von Trainer Enrico Nefe bislang in der Fremde
einfahren, sechsmal ging seine Mannschaft jedoch leer aus.
Dennoch geht Köthen als Favorit ins Rennen,
denn die Sorgenfalten auf dem Gesicht von Coach Dima Radkevich
sind angesichts der immer dünneren Personaldecke noch einmal
größer geworden. Denn er muss neben den bereits am letzten
Spieltag fehlenden Rückraumspielern Christian Dreibrodt
(Borreliose), Matthias Niestroj (Muskelbündelriss), Christian
Kern (Grippe) und Maximilan Haase (Schulterverletzung) weiterhin
auf wahrscheinlich auch auf die erkrankten Axel Steinbach und
Robert Klatt verzichten.
Weil Dima im Pokal der Regionalligisten zudem
nicht auf Spieler der zweiten Mannschaft zurückgreifen kann, da
diese bereits in der Runde der Ober- und Verbandsligisten zum
Einsatz kamen und deshalb gesperrt sind, schickt er nun sein
letztes Aufgebot ins Rennen. Das umfasst, ihn selbst
eingerechnet, derzeit drei Torhüter und sechs Feldspieler, für
die nun gilt: Krank werden verboten!
Der Sieger der Partie trifft entweder im März auf den SV
Oebisfelde oder den HC Aschersleben, die sich zeitgleich im
zweiten Halbfinale gegenüber stehen.
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