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Steffen Grundmann, der erst zu
Saisonbeginn vom Verbandsligisten SG Spergau zum HC
Einheit Halle zurück gekehrt war, sagt leise Servus.
Bereits am letzten Freitag mit dem Pokalspiel gegen
Köthen hatte „Effe“ seinen vorerst letzten Auftritt im
Trikot der Einheit – nun zieht es den Linksaußen nach
Berlin. Der Wechsel hat jedoch nichts mit den
sportlichen Zielen des Hallensers zu tun, der sein
Engagement beim HCE sicherlich gern fortgesetzt hätte.

„Uns ist leider noch nicht gelungen,
Steffen nach Abschluss seines Lehramtsstudiums eine
berufliche Perspektive in Halle aufzubauen, deshalb hat
er nun ein Jobangebot aus Berlin angenommen“, erläutert
GmbH-Geschäftsführer Michael Schmidt die Hintergründe
des überraschenden Abgangs. Nach Marcus Pöritz, der
bereits in der Hinrunde seinen Vertrag aufgelöst hatte,
um ein Medizinstudium in Leipzig aufnehmen zu können,
ist Grundmann bereits der zweite Spieler der den HCE in
der laufenden Saison verlässt.
Sein Verlust wiegt angesichts der
aktuell langen Verletztenliste des HCE doppelt schwer,
zumal ausgerechnet am Samstag eines der wohl schwersten
Auswärtsspiele der Saison auf dem Programm steht. Denn
mit dem VfL Fredenbeck wartet ein seit 13 Spielen
ungeschlagener Gegner auf den HCE, der sich mit nur
einem Punkt Rückstand auf Tabellenführer
Barnstorf-Diepholz durchaus noch berechtigte Hoffnungen
auf den Aufstieg machen kann.
Mit welchem Aufgebot der HCE die
weite Reise in den hohen Norden antreten wird, ist noch
unklar. Fest steht, dass Spielertrainer Dima Radkevich
wieder selbst die Schuhe schnüren muss, denn die
Verletztenliste der Einheit ist nach wie vor lang. Auf
jeden Fall werden neben dem langzeiterkrankten Christian
Dreibrodt auch Matthias Niestroj und der noch immer
Grippe erkrankte Christian Kern nicht mit in den
Mannschaftsbus steigen können.
Zudem fällt auch Helmut Feger aus,
der sich kurz vor dem Abpfiff des Pokalduells gegen
Köthen einen Muskelfaserriss zuzog und somit drei Wochen
wird pausieren müssen. Die zuletzt angeschlagenen Tom
Mocker, Robert Klatt und Axel Steinbach werden aber
ebenso wie der zuletzt im Urlaub weilende
Mannschaftskapitän Michael Kühnel wieder ins Aufgebot
rücken.
Außerdem kann Dima am
Samstag auch wieder auf Benedict Schmidt zurückgreifen,
der sich mit einem weiteren positivem Auftritt
nachdrücklich für einen Vertrag ab Sommer empfehlen
will. Mut sollte dem HCE machen, dass das Team zu den
drei zählt, die dem VfL bislang beide Punkte abnehmen
konnten. Denn neben dem HC Aschersleben und dem VfL
Edewecht gelang es nur noch Einheit den VfL in dieser
Saison zu bezwingen. 30:27 hieß es nach spannenden
sechzig Minuten im BiZ im September letzten Jahres – ein
Ergebnis mit dem Dima Radkevich auch am Samstag
sicherlich nicht unzufrieden wäre. |