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In 2009 noch ungeschlagen, in der
Tabelle innerhalb eines Monats vier Plätze nach oben
geklettert – eine Bilanz die das Selbstvertrauen stärker
und Mut für die anstehenden Aufgaben machen sollte. Die
Rede ist allerdings nicht vom HC Einheit Halle, der
aufgrund arger Personalprobleme zuletzt zwei Niederlagen
in Folge kassierte, sondern vom nächsten Gegner der
Hallenser. Der ATSV Habenhausen, am kommenden Samstag ab
19.30 Uhr zu Gast in der Sporthalle am Bildungszentrum,
dürfte also mit breiter Brust in Halle auflaufen.
Dabei sah es lange danach aus, als sollte der ATSV frühzeitig
als einer der Absteiger feststehen. Mit fünf Niederlagen
in die Saison gestartet, nistete sich Habenhausen
schnell im Tabellenkeller ein und hielt noch im Dezember
letzten Jahres die rote Laterne fest in den Händen. Doch
seit der Weihnachtspause scheint ein Ruck durch die
Mannschaft gegangen zu sein. Mit dem Rücken zur Wand
nahm der ATSV sein Herz in beide Hände und fuhr
plötzlich Siege in Serie ein.
Doch der Erfolg kommt nicht von Ungefähr. Denn mit der
Rückkehr von Torben Schierenbeck vom Zweitligisten TSV
Bremervörde hat sich beim ATSV offenbar einiges zum
Positiven verändert. "Für unsere Auslösehandlungen und
Spielzüge ist er als einziger Linkshänder im Rückraum
natürlich eine unglaublich wichtige Verstärkung“, freut
sich ATSV-Coach Thomas Panitz über den gelungenen
Transfercoup in der Winterpause. Mit Schierenbeck kehrte
die schmerzlich vermisste Torgefahr aus dem Rückraum ins
Spiel der Randbremer zurück. Der so beflügelte ATSV
gewinnt nun plötzlich gegen Mannschaften, gegen die es
in Hinrunde noch klare Niederlagen setzte.
Dies bekam u. a. auch der HC Aschersleben zu spüren. Im
Hinspiel gewann der HC beim ATSV noch klar mit 34:29,
nun setzte es eine überraschende 33:35-Heimpleite. Der
HCE, der das Hinspiel in Habenhausen ebenfalls deutlich
mit 37:30 für sich entscheiden konnte, will ein
ähnliches Schicksal natürlich vermeiden, doch die
Aussichten sind alles andere als rosig. Denn angesichts
der eigenen Personalprobleme rücken die Sorgen über die
Stärke des nächsten Gegners derzeit klar in den
Hintergrund.
„Wir werden wie auch am letzten Spieltag ohne unsere beiden
Stammtorhüter antreten müssen“, verdeutlich
HCE-Urgestein Thomas Hollstein die momentane
Verletztenmisere des Clubs, die nun schon mehrere Wochen
unvermindert anhält. „Helmut Feger fällt aufgrund seines
Muskelfaserisses weiter aus. Zu allem Übel muss sich nun
auch noch Tom Mocker einem Herzspezialisten vorstellen,
weil der Verdacht besteht, dass sich seine
Viruserkrankung auf das Herz ausgedehnt haben könnte“,
so „Holle“ weiter.
Ein ähnlicher Verdacht besteht bei Christian Kern, auch
bei ihm stehen deshalb weitere ärztliche Untersuchungen
anstelle von Trainingseinheiten an. Da zudem weiterhin
auch Christian Dreibrodt und Matthias Niestroj definitiv
ausfallen, stehen die Chancen des HCE nach Hollsteins
Einschätzung nicht zum Besten. „Das wird ein ganz
schweres Spiel für uns, hoffentlich kann wenigstens Axel
Steinbach wieder mitmachen.“ Beim HC Einheit hofft man
deshalb auf die lautstarke Unterstützung des eigenen
Fanlagers, die den einen oder anderen fehlenden Spieler
aufwiegen soll. |