VORBERICHT
 
HC Einheit Halle – ATSV Habenhausen
Samstag, 14. Februar 2009, 19.30 Uhr, BiZ
 
Verletztenmisere des HC Einheit hält weiter an
HCE empfängt in 2009 noch ungeschlagenen ATSV Habenhausen
 
von: Frank Paulat
 

In 2009 noch ungeschlagen, in der Tabelle innerhalb eines Monats vier Plätze nach oben geklettert – eine Bilanz die das Selbstvertrauen stärker und Mut für die anstehenden Aufgaben machen sollte. Die Rede ist allerdings nicht vom HC Einheit Halle, der aufgrund arger Personalprobleme zuletzt zwei Niederlagen in Folge kassierte, sondern vom nächsten Gegner der Hallenser. Der ATSV Habenhausen, am kommenden Samstag ab 19.30 Uhr zu Gast in der Sporthalle am Bildungszentrum, dürfte also mit breiter Brust in Halle auflaufen.

Dabei sah es lange danach aus, als sollte der ATSV frühzeitig als einer der Absteiger feststehen. Mit fünf Niederlagen in die Saison gestartet, nistete sich Habenhausen schnell im Tabellenkeller ein und hielt noch im Dezember letzten Jahres die rote Laterne fest in den Händen. Doch seit der Weihnachtspause scheint ein Ruck durch die Mannschaft gegangen zu sein. Mit dem Rücken zur Wand nahm der ATSV sein Herz in beide Hände und fuhr plötzlich Siege in Serie ein.

Doch der Erfolg kommt nicht von Ungefähr. Denn mit der Rückkehr von Torben Schierenbeck vom Zweitligisten TSV Bremervörde hat sich beim ATSV offenbar einiges zum Positiven verändert. "Für unsere Auslösehandlungen und Spielzüge ist er als einziger Linkshänder im Rückraum natürlich eine unglaublich wichtige Verstärkung“, freut sich ATSV-Coach Thomas Panitz über den gelungenen Transfercoup in der Winterpause. Mit Schierenbeck kehrte die schmerzlich vermisste Torgefahr aus dem Rückraum ins Spiel der Randbremer zurück. Der so beflügelte ATSV gewinnt nun plötzlich gegen Mannschaften, gegen die es in Hinrunde noch klare Niederlagen setzte.

Dies bekam u. a. auch der HC Aschersleben zu spüren. Im Hinspiel gewann der HC beim ATSV noch klar mit 34:29, nun setzte es eine überraschende 33:35-Heimpleite. Der HCE, der das Hinspiel in Habenhausen ebenfalls deutlich mit 37:30 für sich entscheiden konnte, will ein ähnliches Schicksal natürlich vermeiden, doch die Aussichten sind alles andere als rosig. Denn angesichts der eigenen Personalprobleme rücken die Sorgen über die Stärke des nächsten Gegners derzeit klar in den Hintergrund.

„Wir werden wie auch am letzten Spieltag ohne unsere beiden Stammtorhüter antreten müssen“, verdeutlich HCE-Urgestein Thomas Hollstein die momentane Verletztenmisere des Clubs, die nun schon mehrere Wochen unvermindert anhält. „Helmut Feger fällt aufgrund seines Muskelfaserisses weiter aus. Zu allem Übel muss sich nun auch noch Tom Mocker einem Herzspezialisten vorstellen, weil der Verdacht besteht, dass sich seine Viruserkrankung auf das Herz ausgedehnt haben könnte“, so „Holle“ weiter.

Ein ähnlicher Verdacht besteht bei Christian Kern, auch bei ihm stehen deshalb weitere ärztliche Untersuchungen anstelle von Trainingseinheiten an. Da zudem weiterhin auch Christian Dreibrodt und Matthias Niestroj definitiv ausfallen, stehen die Chancen des HCE nach Hollsteins Einschätzung nicht zum Besten. „Das wird ein ganz schweres Spiel für uns, hoffentlich kann wenigstens Axel Steinbach wieder mitmachen.“ Beim HC Einheit hofft man deshalb auf die lautstarke Unterstützung des eigenen Fanlagers, die den einen oder anderen fehlenden Spieler aufwiegen soll.
12.02.2009