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Die Erleichterung nach
dem Erfolg über Habenhausen am letzten Samstag war beim
HC Einheit Halle allseits spürbar. Minikrise abgewendet
und nun mit wieder gestärktem Selbstvertrauen ins
Spitzenspiel gegen den Tabellenzweiten VfL Edewecht –
für das Innenleben des HCE war dieser Sieg imminent
wichtig. Denn nach zwei Niederlagen mit dezimiertem
Kader hat Einheit beweisen können, dass ein Platz im
oberen Tabellendrittel nicht schon frühzeitig in weite
Ferne rückt.
Nun aber gilt alle
Konzentration dem Duell gegen den Aufstiegsaspiranten,
der dem HCE noch einiges mehr als die Habenhausener
abverlangen dürfte. Der VfL Edewecht, in diesem Jahr
noch ungeschlagen, strebt in dieser Saison den großen
Coup an. Denn nachdem man im Vorjahr noch knapp
scheiterte, soll in diesem Jahr endlich der Sprung in
die 2. Bundesliga gelingen. Doch mit bereits neun
Minuspunkten kann sich der VfL eigentlich keinen
Ausrutscher mehr leisten, zumal sich zeitgleich stehen
die Mitkonkurrenten aus Fredenbeck und Barnstorf im
direkten Duell gegenüber stehen, Gelegenheit also für
den VfL mit einem Erfolg in Halle einen der beiden
abzuschütteln.
Doch vor der Heimstärke des HC Einheit hat man auch beim
VfL großen Respekt. Bereits am Montag war deshalb der
wichtige Sieg gegen Mitkonkurrent Fredenbeck vom Samstag
abgehackt. „Wir werden uns jetzt
intensiv auf unser nächstes Spiel beim heimstarken Team
in Halle vorbereiten“, kündigte VfL-Coach Holger Niekamp
an. Niekamp weiß aus der Erfahrung des Hinspiels, dass
der HCE den Edewechter nicht unbedingt liegt. Das Spiel
entschied zwar der VfL am Ende zu seinen Gunsten, doch
Einheit agierte lange auf Augenhöhe und musste den
Favoriten erst am Ende eine Kräfte raubenden Partie den
Vortritt lassen.
Am Samstag will Einheit nun
mit den eigenen Fans im Rücken den Spieß umdrehen und
dem VfL im zweiten Anlauf ein Bein auf seinem Weg in
Richtung Meisterschaft stellen. Doch HCE-Coach Dima
Radkevich ist sich der Schwere dieser
Aufgabe bewusst. „Edewecht ist ein anderes
Kaliber als Habenhausen. Das ist ein ganz dicker
Brocken, den wir nur schlagen können, wenn wir vor allem
in der Abwehr konzentriert zu Werke gehen.“
Er selbst hofft darauf, sich
am Samstag endlich einmal wieder auf seine Rolle als
Trainer beschränken zu können, nachdem er in den letzten
Spielen aufgrund der Verletztenmisere fast immer über
die gesamte Distanz auf dem Spielfeld stehen musste.
„Mir tut alles weh, zudem hat mich jetzt auch eine
Erkältung erwischt“, klagt Dima. „Ich hoffe aber, dass
uns gegen Edewecht wieder Mathias Niestroj zur Verfügung
steht und mich etwas zurücknehmen kann.“
Doch auch wenn „Matze“ wieder ins Aufgebot rückt, sind
damit noch nicht alle Sorgen verflogen. Der Einsatz der
angeschlagenen Helmut Feger und Axel Steinbach ist nach
wie vor fraglich, definitiv fehlen werden Christian
Dreibrodt und Tom Mocker. Dafür rückt aus der zweiten
Reihe wieder Benedict Schmidt in den Kader, der aber
bereits im Vorspiel, das die A-Jugend des HCE gegen HSG
Schwanewede
bestreitet, ab 17.00 Uhr gefordert ist. |