VORBERICHT
 
HC Einheit Halle – VfL Edewecht
Samstag, 21. Februar 2009, 19.30 Uhr, BiZ
 
Mit Selbstvertrauen ins Spitzenspiel
Einheit will zum Stolperstein für Edewecht werden
 
Author: Frank Paulat
 

Die Erleichterung nach dem Erfolg über Habenhausen am letzten Samstag war beim HC Einheit Halle allseits spürbar. Minikrise abgewendet und nun mit wieder gestärktem Selbstvertrauen ins Spitzenspiel gegen den Tabellenzweiten VfL Edewecht – für das Innenleben des HCE war dieser Sieg imminent wichtig. Denn nach zwei Niederlagen mit dezimiertem Kader hat Einheit beweisen können, dass ein Platz im oberen Tabellendrittel nicht schon frühzeitig in weite Ferne rückt.

Nun aber gilt alle Konzentration dem Duell gegen den Aufstiegsaspiranten, der dem HCE noch einiges mehr als die Habenhausener abverlangen dürfte. Der VfL Edewecht, in diesem Jahr noch ungeschlagen, strebt in dieser Saison den großen Coup an. Denn nachdem man im Vorjahr noch knapp scheiterte, soll in diesem Jahr endlich der Sprung in die 2. Bundesliga gelingen. Doch mit bereits neun Minuspunkten kann sich der VfL eigentlich keinen Ausrutscher mehr leisten, zumal sich zeitgleich stehen die Mitkonkurrenten aus Fredenbeck und Barnstorf im direkten Duell gegenüber stehen, Gelegenheit also für den VfL mit einem Erfolg in Halle einen der beiden abzuschütteln.

Doch vor der Heimstärke des HC Einheit hat man auch beim VfL großen Respekt. Bereits am Montag war deshalb der wichtige Sieg gegen Mitkonkurrent Fredenbeck vom Samstag abgehackt. „Wir werden uns jetzt intensiv auf unser nächstes Spiel beim heimstarken Team in Halle vorbereiten“, kündigte VfL-Coach Holger Niekamp an. Niekamp weiß aus der Erfahrung des Hinspiels, dass der HCE den Edewechter nicht unbedingt liegt. Das Spiel entschied zwar der VfL am Ende zu seinen Gunsten, doch Einheit agierte lange auf Augenhöhe und musste den Favoriten erst am Ende eine Kräfte raubenden Partie den Vortritt lassen.

Am Samstag will Einheit nun mit den eigenen Fans im Rücken den Spieß umdrehen und dem VfL im zweiten Anlauf ein Bein auf seinem Weg in Richtung Meisterschaft stellen. Doch HCE-Coach Dima Radkevich ist sich der Schwere dieser  Aufgabe bewusst. „Edewecht ist ein anderes Kaliber als Habenhausen. Das ist ein ganz dicker Brocken, den wir nur schlagen können, wenn wir vor allem in der Abwehr konzentriert zu Werke gehen.“

Er selbst hofft darauf, sich am Samstag endlich einmal wieder auf seine Rolle als Trainer beschränken zu können, nachdem er in den letzten Spielen aufgrund der Verletztenmisere fast immer über die gesamte Distanz auf dem Spielfeld stehen musste. „Mir tut alles weh, zudem hat mich jetzt auch eine Erkältung erwischt“, klagt Dima. „Ich hoffe aber, dass uns gegen Edewecht wieder Mathias Niestroj zur Verfügung steht und mich etwas zurücknehmen kann.“

Doch auch wenn „Matze“ wieder ins Aufgebot rückt, sind damit noch nicht alle Sorgen verflogen. Der Einsatz der angeschlagenen Helmut Feger und Axel Steinbach ist nach wie vor fraglich, definitiv fehlen werden Christian Dreibrodt und Tom Mocker. Dafür rückt aus der zweiten Reihe wieder Benedict Schmidt in den Kader, der aber bereits im Vorspiel, das die A-Jugend des HCE gegen HSG Schwanewede bestreitet, ab 17.00 Uhr gefordert ist.
19.02.2009