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Bereits zum dritten Mal in dieser Saison treffen am
Freitagabend die HG 85 Köthen und der HC Einheit Halle
aufeinander. Nach zwei Duellen in der Sporthalle am
Bildungszentrum ist nun aber die Köthener
Heinz-Fricke-Sporthalle ab 19.30 Uhr Schauplatz des
Derbyklassikers der Regionalliga Nord.
Beide Teams konnten eines der beiden Duelle für sich
entscheiden, das nun anstehende vorerst letzte Duell
wird also nun das Kräfteverhältnis zwischen beiden
Mannschaften in dieser Saison endgültig klären. Während
der HCE im Ligapunktspiel einen klaren und zu keiner
Zeit gefährdeten 30:25-Erfolg einfahren konnte, mussten
die Hallenser Ende Januar im Pokalhalbfinale eine
unerwartete Niederlage einstecken (31:34). Das Spiel bot
in Anbetracht der großen Verletztenlisten auf beiden
Seiten nur Handballmagerkost, so dass nun vor allem
beide Fanlager auf eine deutliche Leistungssteigerung am
Freitagabend hoffen.
Einheit tritt mit dem erklärten Willen in Köthen an, sich für
das verfrühte Pokal-Aus zu revanchieren und damit
gleichzeitig den sechsten Tabellenplatz zu verteidigen.
Den könnte die HG mit einem Sieg am Freitag übernehmen,
da sich die Bachstädter dank eines klaren Erfolges am
letzten Spieltag über Habenhausen bis auf einen Zähler
an die Hallenser heran schieben konnten. Doch vor dem
ewig jungen Duell beider Teams herrscht in Köthen
Unruhe.
HG-Präsident Andreas Auerbach und der Trainer Enrico Nefe
mussten am Dienstag auf einer außerordentlichen
Mannschaftssitzung die beiden Spieler Steffen Cieszynski
und Martin Lux eine Abmahnung erteilen, Cieszynski
erhielt zudem eine vierwöchige vereinsinterne
Spielsperre aufgebrummt. Auslöser des harten
Durchgreifens: Beide Spieler sollen im Rahmen der
Rosenmontag deutlich über die Strenge geschlagen haben,
Näheres wurde jedoch nicht bekannt. Fest steht jedoch,
beiden Spielern droht im Wiederholungsfall sogar die
vorzeitige Vertragsauflösung.
Köthen muss deshalb neben den Ausfall ihres Toptorschützen
Sebastian Retting (Gipsarm) also am Freitag auch auf
seinen Spielmacher verzichten. HCE-Kapitän Michael
Kühnel glaubt dennoch nicht, dass Einheit hieraus
Vorteile ziehen könnte. „Mir wäre es lieber gewesen, die
HG hätte alles an Bord gehabt. Denn so werden die
Köthener noch enger zusammenrücken und beweisen wollen,
dass sie auch ohne die beiden gewinnen können“, so
Kühnel weiter. „Da kommt ein großes Stück Arbeit auf uns
zu.“
Doch gleiches könnte auch auf Einheit zutreffen,
denn auch die Hallenser können nicht mit voller Kapelle
auflaufen. Neben dem Dauerkranken Dreibrodt muss der HCE
am Freitagabend auch auf den aufgrund eines beruflichen
Praktikums abwesenden Maximilian Haase verzichten. Zudem
ist auch der Einsatz von Axel Steinbach, der sich nun
mit einer Nierenentzündung herumplagt, mehr als
fraglich. |