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Nach der Rückeroberung des sechsten
Tabellenplatzes dank des 36:33-Erfolges über Verfolger
Duderstadt, kann der HC Einheit Halle am Samstag ohne
Druck beim Tabellendritten TG Münden antreten. Die
Niedersachsen, die sich bis zuletzt mit nur vier Punkten
Rückstand auf Tabellenführer Barnstorf/Diepholz noch
Hoffnungen auf den Aufstiegsplatz machten, müssen
derweil einen herben Rückschlag verkraften.
Münden bester Werfer
Andrej Doktorovych, der bis dato schon 137mal
erfolgreich war, verletzte sich am letzten Samstag im
Spiel gegen die Nordhorner Reserve ganz sechs Minuten
vor dem Abpfiff und droht nun aufgrund eines
Kreuzbandrisses bis Jahresende auszufallen. „Das Thema
Aufstieg hat sich seit Samstag für Münden erledigt“,
meint deshalb der Mündener Handballexperte Ulrich Mai. „Doktorovych
wurde bereits am Dienstag operiert. Auch wenn die genaue
Diagnose noch aussteht, muss man wohl davon ausgehen,
dass
Andrej in diesem Jahr kein Handball mehr
spielen wird“, so Mai weiter.
Doch die Mündener haben auf den
Ausfall ihres Schlüsselspielers sofort reagiert.
Wahrscheinlich schon am Samstag
im Heimspiel gegen Einheit kann Münden mit Stefan Ditzel
einen neuen Spieler präsentieren. Der 33-jährige Ditzel
gilt als Abwehrspezialist und war zuletzt in der
Regionalliga Südwest beim SVH Kassel aktiv. Da es dort
aber im zwischenmenschlichen Bereich nicht passte, hielt
sich Ditzel schon geraume Zeit bei der TG fit und erhält
nun die Chance, sich in Münden zu beweisen.
Mündens
Trainer Peter Rommel will aber die Erwartungen in den
Neuzugang nicht zu hoch schrauben. „Wir dürfen von
Stefan zunächst sicherlich noch keine Wunderdinge
erwarten, aber er wird längerfristig gesehen eine große
Verstärkung für uns sein.“ In der Offensive wird
Doktorovych jedoch den Mündener an allen Ecken und Enden
fehlen, vielleicht liegt genau hier die Chance für den
HC Einheit die Hinspielpleite wieder gut zu machen.
Mit 27:31 unterlag Einheit im November letzten Jahres in
eigener Halle der TG und sah gegen den wurfgewaltigen
Rückraum der Gäste damals alles andere als gut aus. Das
soll und muss sich laut HCE-Coach Radkevich am Samstag
ändern, will sich der HCE ernsthafte Hoffnungen auf
Zählbares machen. „Wir wollen uns in Münden für die
schwache Leistung im Hinspiel rehabilitieren“, so Dima.
Er glaubt nicht daran, dass die Aufgabe für den HCE nach
dem Ausfall von Doktorovych einfacher werden wird. „In
Münden zu bestehen ist alles andere als einfach. Die TG
ist in der Lage den Ausfall von Andrej zu kompensieren.
Die haben eine gut besetzte Bank und auch ohne ihn einen
starken Rückraum.“ |