|
Der HC Einheit Halle hat beim Tabellendritteln TG Münden
die erhoffte Rehabilitation für die vor heimischer
Kulisse erlittene Hinspielniederlage knapp verpasst.
Auch im Rückspiel blieben die Hallenser punktlos, weil
Münden in der Endphase cleverer agierte und über die
größeren Kraftreserven verfügte. Einheit rutschte in der
Tabelle aufgrund der Niederlage wieder auf den siebten
Tabellenplatz ab.
Wie schon in
der Vorwoche hatte der HCE große Schwierigkeiten ins
Spiel zu finden. Münden zeigte sich vom Schock des
Ausfalls ihres Toptorschützen Doktorovych zunächst gut
erholt und bestimmte in der Anfangsphase das Tempo. Die
Abwehr der Hallenser ließ zudem die nötige Gegenwehr
vermissen, so dass Münden fast mühelos auf 9:5
davonziehen (15.) konnte, ehe HCE-Coach Radkevich mit
einer Auszeit reagierte.
Er beorderte Mocker für den glücklosen Feger ins Tor und
mit ihm blies Einheit zur Aufholjagd. Klatt und Suchanke
zeigten sich nun treffsicherer und führten Einheit in
Windeseile heran. In der 25. Minute konnte der Gast
erstmals in Führung in gehen und hätte sich in der
Schlussphase der ersten Hälfte nicht der ein oder andere
vermeidbare Fehler ins Spiel des HCE eingeschlichen –
die Pausenführung von 16:14 wäre noch höher ausgefallen.
Nach der Pause entwickelte sich über weite Strecken eine
Partie zweier Teams auf Augenhöhe. Doch mit zunehmender
Dauer wurde die Fehlerquote bei den Gästen größer. Bei
Münden lief dagegen ein Mann zu ganz großer Form auf.
Christian Grambow traf gleich 19mal und ließ die
hallesche Abwehr ein ums andere Mal alt aussehen. Ohne
zu enttäuschen entglitt dem HCE die Partie immer mehr,
der knappe, aber verdiente Erfolg für Münden so die
logische Folge des Spielverlaufs im zweiten Abschnitt.
Dima
Radkevich lobte die kämpferische Einstellung seines
Teams. „Über weite Teile des Spiels hat die Mannschaft
die Taktik gut umgesetzt, doch am Ende war die
Fehlerquote einfach zu hoch. Münden ist nach dem Ausfall
von Doktorovych zusammengerückt und hat etwas
disziplinierter gespielt als wir“.
Er selbst war zum Zuschauen verdammt, die bereits im
Spiel gegen Duderstadt aufgetretene Verletzung im
rechten
Arm (Sehnenriss) ließ keinen eigenen Einsatz zu. Er
nutzt nun die zweiwöchige Spielpause, um sich unters
Messer zu legen. „Ohne Operation könnte ich nie wieder
Handball spielen, daher blieb mir keine andere Wahl“, so
Dima. „Bereits am Montag steht die OP im Klinikum Kröllwitz an, dann hoffe ich auf eine schnelle
Entlassung, um das Team auf das Spiel in Wolfen
vorbereiten zu können“. An Handball ist für ihn in
dieser Saison nun aber nicht mehr zu denken.
HC Einheit:
Mocker, Feger ; Gragert (4),
Haase (1), Hollstein, Klatt (6), Kern (5), Niestroj (1),
Steinbach (7), Radkevich, Suchanke (8) |