SPIELBERICHT
 
Heim Ergebnis Gast
TG Münden 34 (14) : (16) 32 HC Einheit Halle
 

Einheit kann gegen Münden einfach nicht gewinnen
Dima muss "unters Messer"

 
von Frank Paulat
 

Der HC Einheit Halle hat beim Tabellendritteln TG Münden die erhoffte Rehabilitation für die vor heimischer Kulisse erlittene Hinspielniederlage knapp verpasst. Auch im Rückspiel blieben die Hallenser punktlos, weil Münden in der Endphase cleverer agierte und über die größeren Kraftreserven verfügte. Einheit rutschte in der Tabelle aufgrund der Niederlage wieder auf den siebten Tabellenplatz ab.

Wie schon in der Vorwoche hatte der HCE große Schwierigkeiten ins Spiel zu finden. Münden zeigte sich vom Schock des Ausfalls ihres Toptorschützen Doktorovych zunächst gut erholt und bestimmte in der Anfangsphase das Tempo. Die Abwehr der Hallenser ließ zudem die nötige Gegenwehr vermissen, so dass Münden fast mühelos auf 9:5 davonziehen (15.) konnte, ehe HCE-Coach Radkevich mit einer Auszeit reagierte.

Er beorderte Mocker für den glücklosen Feger ins Tor und mit ihm blies Einheit zur Aufholjagd. Klatt und Suchanke zeigten sich nun treffsicherer und führten Einheit in Windeseile heran. In der 25. Minute konnte der Gast erstmals in Führung in gehen und hätte sich in der Schlussphase der ersten Hälfte nicht der ein oder andere vermeidbare Fehler ins Spiel des HCE eingeschlichen – die Pausenführung von 16:14 wäre noch höher ausgefallen.

Nach der Pause entwickelte sich über weite Strecken eine Partie zweier Teams auf Augenhöhe. Doch mit zunehmender Dauer wurde die Fehlerquote bei den Gästen größer. Bei Münden lief dagegen ein Mann zu ganz großer Form auf. Christian Grambow traf gleich 19mal und ließ die hallesche Abwehr ein ums andere Mal alt aussehen. Ohne zu enttäuschen entglitt dem HCE die Partie immer mehr, der knappe, aber verdiente Erfolg für Münden so die logische Folge des Spielverlaufs im zweiten Abschnitt.

Dima Radkevich lobte die kämpferische Einstellung seines Teams. „Über weite Teile des Spiels hat die Mannschaft die Taktik gut umgesetzt, doch am Ende war die Fehlerquote einfach zu hoch. Münden ist nach dem Ausfall von Doktorovych zusammengerückt und hat etwas disziplinierter gespielt als wir“.

Er selbst war zum Zuschauen verdammt, die bereits im Spiel gegen Duderstadt aufgetretene Verletzung im rechten Arm (Sehnenriss) ließ keinen eigenen Einsatz zu. Er nutzt nun die zweiwöchige Spielpause, um sich unters Messer zu legen. „Ohne Operation könnte ich nie wieder Handball spielen, daher blieb mir keine andere Wahl“, so Dima. „Bereits am Montag steht die OP im Klinikum Kröllwitz an, dann hoffe ich auf eine schnelle Entlassung, um das Team auf das Spiel in Wolfen vorbereiten zu können“. An Handball ist für ihn in dieser Saison nun aber nicht mehr zu denken.

HC Einheit:

Mocker, Feger ; Gragert (4), Haase (1), Hollstein, Klatt (6), Kern (5), Niestroj (1), Steinbach (7), Radkevich, Suchanke (8)
Zurück 22.03.2009