VORBERICHT
 
HSG Wolfen 2000 - HC Einheit Halle
Samstag, 4. April 2009, 18.30 Uhr
 
Radkevich kehrt nach überstandener OP an die Seitenlinie zurück
Einheit will in Wolfen doppelt punkten
 
von Frank Paulat
 

Nach einem spielfreien Wochenende geht der HC Einheit Halle angriffslustig in die kommenden beiden Derbyspiele. „Wir wollen sowohl in Wolfen, als auch am Gründdonnerstag gegen Glinde gewinnen, um unsere Chance auf Platz 5 zu erhalten“, gibt sich HCE-Coach Dima Radkevich alles andere als bescheiden. Er selbst ist allerdings zum Zuschauen verdammt. Nach überstandener Operation am rechten Arm konnte er zwar bereits am Donnerstag letzter Woche das Krankenhaus nach dreitägigem Aufenthalt verlassen und schon am Freitag wieder die Betreuung des Teams übernehmen, an Handball ist jedoch in absehbarer Zeit nicht zu denken.

„Die OP ist laut ärztlicher Aussage gut verlaufen, jetzt muss ich den Arm in den nächsten Wochen absolut ruhig halten. Erst Mitte Mai kann ich in der Rehabilitation wieder langsam anfangen, den Arm zu belasten.“ Bis auf ihn selbst ist und dem Dauerkranken Dreibrodt aber alles an Bord und einsatzbereit. „Bis auf Christian Dreibrodt, der in dieser Saison wohl nicht mehr zum Einsatz kommen wird, haben sich alle Spieler fit gemeldet und sind heiß aufs Derby“, so Radkevich weiter.

Mit Blick auf die Tabelle, Einheit trennen vom erhofften Saisonziel bereits sechs Zähler, ist in den kommenden Wochen Siegen Pflicht. Doch vor dem Spiel bei der HSG Wolfen ist Vorsicht geboten. Auch wenn der HC Einheit aufgrund des souveränen 35:30-Erfolgs im Hinspiel favorisiert ins Rückspiel geht, ein Selbstläufer wird die Partie gegen den Tabellenzwölften auf keinen Fall. Denn wenngleich Wolfen im unteren Tabellendrittel beheimatet und noch immer nicht aller Abstiegsängste ledig ist, wies das Team von Trainer Wolfgang Spitz in den letzten Wochen ansteigende Form nach und konnte am letzten Spieltag ein deutliches Ausrufezeichen setzen.

Beim Tabellendritten VfL Fredenbeck gelang der HSG ein überraschender 32:30-Triumph, der den Wolfenern die so dringend benötigte Luft im Kampf um den Klassenerhalt verschaffte. Ein Polster von sieben Punkten konnte die HSG dank des Auswärtscoup zwischen sich und dem Tabellenvorletzten Oebisfelde legen. Doch da noch immer die Gefahr besteht, dass sich die Anzahl der Regionalligaabsteiger von zwei auf vier erhöhen könnte  - mit Bernburg und Bremervörde rangieren derzeit zwei Nordligisten am Tabellenende der zweiten Bundesliga - schwebt auch das Abstiegsgespenst weiterhin über der HSG.

Dafür das dieses Gespenst baldmöglichst verscheut sein wird, sorgt auf Seiten der Wolfener fast ein Spieler im Alleingang. Eric Sindermann, der als anfängliche Leihgabe aus Bernburg nun fester Bestandteil der HSG ist, traf zuletzt in Fredenbeck gleich 13mal. Mit insgesamt 187 Saisontoren zählt Sindermann zudem zu den Top 5 der besten Shooter der Regionalliga. Er blieb aber im Hinspiel blass, konnte sich gegen die aggressive Deckung der Hallenser nicht ein einziges Mal durchsetzen. Gelingt dies der HCE-Abwehr auch im Rückspiel, könnte aus der Hoffnung auf einen Doppelpunktgewinn in Wolfen Realität werden.
Zurück 31.03.2009