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Nach einem spielfreien Wochenende geht der HC Einheit
Halle angriffslustig in die kommenden beiden Derbyspiele.
„Wir wollen sowohl in Wolfen, als auch am
Gründdonnerstag gegen Glinde gewinnen, um unsere Chance
auf Platz 5 zu erhalten“, gibt sich HCE-Coach Dima
Radkevich alles andere als bescheiden. Er selbst ist
allerdings zum Zuschauen verdammt. Nach überstandener
Operation am rechten Arm konnte er zwar bereits am
Donnerstag letzter Woche das Krankenhaus nach
dreitägigem Aufenthalt verlassen und schon am Freitag
wieder die Betreuung des Teams übernehmen, an Handball
ist jedoch in absehbarer Zeit nicht zu denken.
„Die OP ist laut ärztlicher Aussage gut verlaufen, jetzt
muss ich den Arm in den nächsten Wochen absolut ruhig
halten. Erst Mitte Mai kann ich in der Rehabilitation
wieder langsam anfangen, den Arm zu belasten.“ Bis auf
ihn selbst ist und dem Dauerkranken Dreibrodt aber alles
an Bord und einsatzbereit. „Bis auf Christian Dreibrodt,
der in dieser Saison wohl nicht mehr zum Einsatz kommen
wird, haben sich alle Spieler fit gemeldet und sind heiß
aufs Derby“, so Radkevich weiter.
Mit Blick auf die Tabelle, Einheit trennen vom erhofften
Saisonziel bereits sechs Zähler, ist in den kommenden
Wochen Siegen Pflicht.
Doch vor dem Spiel bei der HSG Wolfen ist Vorsicht
geboten. Auch wenn der HC Einheit aufgrund des
souveränen 35:30-Erfolgs im Hinspiel favorisiert ins
Rückspiel geht, ein Selbstläufer wird die Partie gegen
den Tabellenzwölften auf keinen Fall. Denn wenngleich
Wolfen im unteren Tabellendrittel beheimatet und noch
immer nicht aller Abstiegsängste ledig ist, wies das
Team von Trainer Wolfgang Spitz in den letzten Wochen
ansteigende Form nach und konnte am letzten Spieltag ein
deutliches Ausrufezeichen setzen.
Beim Tabellendritten VfL Fredenbeck gelang der HSG ein
überraschender 32:30-Triumph, der den Wolfenern die so
dringend benötigte Luft im Kampf um den Klassenerhalt
verschaffte. Ein Polster von sieben Punkten konnte die
HSG dank des Auswärtscoup zwischen sich und dem
Tabellenvorletzten Oebisfelde legen. Doch da noch immer
die Gefahr besteht, dass sich die Anzahl der
Regionalligaabsteiger von zwei auf vier erhöhen könnte
- mit Bernburg
und Bremervörde rangieren derzeit zwei Nordligisten am
Tabellenende der zweiten Bundesliga - schwebt auch das
Abstiegsgespenst weiterhin über der HSG.
Dafür das dieses Gespenst baldmöglichst verscheut sein
wird, sorgt auf Seiten der Wolfener fast ein Spieler im
Alleingang. Eric Sindermann, der als anfängliche
Leihgabe aus Bernburg nun fester Bestandteil der HSG
ist, traf zuletzt in Fredenbeck gleich 13mal. Mit
insgesamt 187 Saisontoren zählt Sindermann zudem zu den
Top 5 der besten Shooter der Regionalliga. Er blieb aber
im Hinspiel blass, konnte sich gegen die aggressive
Deckung der Hallenser nicht ein einziges Mal
durchsetzen. Gelingt dies der HCE-Abwehr auch im
Rückspiel, könnte aus der Hoffnung auf einen
Doppelpunktgewinn in Wolfen Realität werden. |