VORBERICHT
 
HC Einheit Halle - SG Eintracht Glinde
Donnerstag, 9. April 2009, 20.00 Uhr, BiZ
 

Einheit muss am Donnerstag nachsitzen
HCE will sich gegen Glinde von seiner besseren Seite zeigen

 
von Frank Paulat
 

Während der Rest der Liga schon im Osterurlaub weilt, muss der HC Einheit Halle am Donnerstag nachsitzen. Das Derby vom 23. Spieltag gegen die SG Eintracht Glinde musste aufgrund von Hallenproblemen verschoben werden. Die Spielverlegung dürfte dem HCE aber sehr recht kommen, bietet sich doch so nur wenige Tage nach der Blamage in Wolfen Gelegenheit zur Wiedergutmachung.

So hofft denn auch Einheit-Kapitän Michael Kühnel, dass die eigenen Fans trotz des zuletzt enttäuschenden Auftritts seines Teams in Scharen ins BiZ strömen, um das BiZ einmal mehr in eine Handballhölle zu verwandeln. „Wir haben in Wolfen ganz schlecht gespielt und das werden wir auch mannschaftsintern auswerten. Aber nicht nur über das Spiel in Wolfen, sondern über die letzten sechs Spiele müssen wir uns unterhalten. Gegen Glinde muss die Mannschaft eine Reaktion zeigen, dann zählt nur ein Sieg.“

Im Hinspiel, dass der HCE knapp mit 30:29 für sich entscheiden konnte, war das Aufeinandertreffen Eintracht gegen Einheit noch ein Spitzenspiel der Liga, traf doch der Vierte auf den Sechsten. Nun finden sich beide Teams nach durchwachsener Rückrunde im grauen Niemandsland des Tabellenmittelfeldes wieder. So gerät das Derby für beide zur aktuellen Standortbestimmung.

Dem Team von Trainer Sven Liesegang steht im Sommer ein großer Umbruch ins Haus, denn eine ganze Reihe von Spielern wird die Eintracht im Juli verlassen. Während erfahrene Spieler wie Lars Beyreis, Matthias Scheller oder der Ex-Hallenser Andreas Wiese wohl ihre sportliche Laufbahn beenden werden, zieht es Linkshänder Marc Oswald in die zweite Bundesliga zur zweiten Mannschaft des SC Magdeburg.

Sein Trainer könnte dann aber erneut Sven Liesegang heißen, denn der seit Anfang des Jahres schon als Jugendkoordinator beim Klub tätige Ex-Bundesligaprofi wird als Nachfolger von Helmut Kurrat gehandelt, der im August Leiter des Olympiastützpunkts in Magdeburg wird. Deshalb ist anders als beim HC Einheit noch völlig unklar, mit welcher Zielrichtung die Eintracht in die nächste Saison geht, in der ja bekanntlich nur die besten acht Mannschaften den Sprung in die ab Juli 2010 kommende neue dritte Liga schaffen werden.

Einheit hat dagegen seine Hausaufgaben gemacht und hat nun für die kommenden zwei Jahre Planungssicherheit. „Wir haben die Verhandlungen mit dem Förderverein über den Etat für die nächsten beiden Spielzeiten erfolgreich abgeschlossen. Die wirtschaftliche Grundlage ist gelegt und nun können wir uns voll und ganz darauf konzentrieren, den halleschen Handball in der neuen dritten Liga fest zu etablieren“, erklärt HCE-Präsident Frank Otto.
Zurück 07.04.2009