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Während der Rest der Liga schon im Osterurlaub weilt,
muss der HC Einheit Halle am Donnerstag nachsitzen. Das
Derby vom 23. Spieltag gegen die SG Eintracht Glinde
musste aufgrund von Hallenproblemen verschoben werden.
Die Spielverlegung dürfte dem HCE aber sehr recht
kommen, bietet sich doch so nur wenige Tage nach der
Blamage in Wolfen Gelegenheit zur Wiedergutmachung.
So hofft denn auch Einheit-Kapitän Michael Kühnel, dass
die eigenen Fans trotz des zuletzt enttäuschenden
Auftritts seines Teams in Scharen ins BiZ strömen, um
das BiZ einmal mehr in eine Handballhölle zu verwandeln.
„Wir haben in Wolfen ganz schlecht gespielt und das
werden wir auch mannschaftsintern auswerten. Aber nicht
nur über das Spiel in Wolfen, sondern über die letzten
sechs Spiele müssen wir uns unterhalten. Gegen Glinde
muss die Mannschaft eine Reaktion zeigen, dann zählt nur
ein Sieg.“
Im Hinspiel, dass der HCE knapp mit 30:29 für sich
entscheiden konnte, war das Aufeinandertreffen Eintracht
gegen Einheit noch ein Spitzenspiel der Liga, traf doch
der Vierte auf den Sechsten. Nun finden sich beide Teams
nach durchwachsener Rückrunde im grauen Niemandsland des
Tabellenmittelfeldes wieder. So gerät das Derby für
beide zur aktuellen Standortbestimmung.
Dem Team von Trainer Sven Liesegang steht im Sommer ein
großer Umbruch ins Haus, denn eine ganze Reihe von
Spielern wird die Eintracht im Juli verlassen. Während
erfahrene Spieler wie Lars Beyreis, Matthias Scheller
oder der Ex-Hallenser Andreas Wiese wohl ihre sportliche
Laufbahn beenden werden, zieht es Linkshänder Marc
Oswald in die zweite Bundesliga zur zweiten Mannschaft
des SC Magdeburg.
Sein Trainer könnte dann aber erneut Sven Liesegang
heißen, denn der seit Anfang des Jahres schon als
Jugendkoordinator beim Klub tätige Ex-Bundesligaprofi
wird als Nachfolger von Helmut Kurrat gehandelt, der im
August Leiter des Olympiastützpunkts in Magdeburg wird.
Deshalb ist anders als beim HC Einheit noch völlig
unklar, mit welcher Zielrichtung die Eintracht in die
nächste Saison geht, in der ja bekanntlich nur die
besten acht Mannschaften den Sprung in die ab Juli 2010
kommende neue dritte Liga schaffen werden.
Einheit hat dagegen seine
Hausaufgaben gemacht und hat nun für die kommenden zwei
Jahre Planungssicherheit. „Wir haben die Verhandlungen
mit dem Förderverein über den Etat für die nächsten
beiden Spielzeiten erfolgreich abgeschlossen. Die
wirtschaftliche Grundlage ist gelegt und nun können wir
uns voll und ganz darauf konzentrieren, den halleschen
Handball in der neuen dritten Liga fest zu etablieren“,
erklärt HCE-Präsident Frank Otto. |