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Am
kommenden Samstag steht für den HC Einheit Halle das
letzte Saisonspiel auf dem Programm. Gegen den
Tabellenachbarn HSG Nordhorn II geht es für den HCE
darum, nach der Schlappe beim HC Aschersleben zumindest
noch den sechsten Tabellenrang zurückzuerobern. Den
übernahmen am letzten Samstag die Nordhorner aufgrund
eines überraschenden Heimerfolges über Titelaspirant VfL
Edewecht.
Mit diesem Erfolg sorgte die HSG II für Spannung im
Titelkampf, denn nur einen Punkt hinter den Edewechtern
lauert weiter die HSG Barnstorf/Diepholz, die nun auf
einen weiteren Ausrutscher der Norddeutschen hofft, um
doch noch zum Sprung in die zweite Bundesliga ansetzen
zu können. Während es also an der Tabellenspitze
spannend bleibt, ist die Abstiegsfrage vor dem letzten
Spieltag nahezu geklärt. Staßfurt, Oebisfelde und seit
dem letzten Samstag auch Habenhausen müssen den bitteren
Gang in die Oberliga antreten. Ihre Plätze werden in der
nächsten Saison die HF Springe (Niedersachsen), der SG
Achim/Baden (Bremen) und der HSV Naumburg/Stößen
(Sachsen-Anhalt) einnehmen.
Beim VfL Hameln (13.) und der HSG Wolfen (12.) muss man
dagegen hoffen, dass entweder der SV Anhalt Bernburg
oder aber der TSV Bremervörde den Klassenerhalt in Liga
2 über die Relegationsspiele noch packen, andernfalls
müsste einer von beiden ebenfalls unfreiwillig für die
Oberliga nachmelden.
Der HC Einheit hat dagegen mit all diesen Entscheidungen
nichts mehr zu tun und kann deshalb ohne Druck
aufspielen. Dennoch ist der Ehrgeiz, sich zumindest mit
einem Erfolgserlebnis in die Sommerpause zu
verabschieden, noch immer vorhanden. „Wir sind es
unseren Fans einfach schuldig, noch einmal Gas zu
geben“, erklärt Coach Dima Radkevich.
Seine Mannschaft auf den Gegner einzustellen dürfte für
Radkevich jedoch kein einfaches Unterfangen werden, denn
aufgrund der Personalprobleme der Bundesligamannschaft
wechselt die Zusammensetzung des Nordhorner Reserveteams
von Spieltag zu Spieltag. Da am Samstag die Nordhorner
im EHF-Cup-Finale gegen
Pevafersa Valladolid gefordert sind, dürften sich erneut
einige Änderungen zur letzten Aufstellung ergeben. Doch
egal wer am Ende aufläuft, das die Nordhorner die über
400 km lange Anfahrt nicht auf sich nehmen werden, um in
Halle kampflos beide Punkte abzuliefern, liegt auf der
Hand.
Noch einmal heißt es deshalb, die verbliebenen
Kraftreserven zu mobilisieren, auch wenn es nicht mehr
um alles geht. Für HCE-Präsident Frank Otto und seine
beiden Vorstandskollegen Manfred Ohme und Frank Paulat
ist das Spiel dennoch ein ganz besonderes, denn es wird
ihr letztes Heimspiel in Verantwortung für den Verein
sein. Auf der für den 27. Mai einberufenen
Delegiertenversammlung wollen sie nicht noch einmal zur
Wahl stellen. „Es ist nach mehr als zehn ereignisreichen
Jahren an der Zeit, den Staffelstab weiterzureichen“,
erklärt Otto. Seine schon traditionelle
Saisonabschlussrede vor dem Anpfiff dürfte deshalb wohl
emotionaler ausfallen als gewohnt.
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